Montag, 29. Mai 2017
ÖV System in Nepal und bald schon einen Monat im Lande
Liebe Leser
Ich versuche mal, in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, was für ein schön kompliziertes Wort, meine Erlebnisse seit dem letzten Blogeintrag zusammenzufassen.
Ich glaube, ich habe beim Tempel Sristan, Navistan aufgehört.
Nun, einige Nachträge:
Sristan und Navistan sind laut Legende Orte, wo Teile von Shiwa Jees erster Frau, Sati Devi, begraben lieen. Heisser Dampf / Flammen (Erdgas) dringt aus dem Gestein und die Einheimischen verehren diese Plätze bereits seit 200-300 Jahren.
Sristan ist von Bananenbäumen umschattet, was mich irgendwie ans Buch "sidhartha" von Hermann Hesse erinnerte, wo Sidhartha unter irgendwelchen Bäumen, evtl. waren es Bananenbäume, weiss das nicht mehr so genau, meditierte. Anyway, Navistan ist von Mangobäumen beschattet und dort befindet sich auch der "weltgrösste Baum". Ein unglaubliches Gebilde aus Wurzeln und ein gigantischer Stamm.
Auch zu diesem Baum kommen viele Hindus, da die Äste des Baumes auf einer gewissen Höhe das Bildnis der Göttin Ganesha bilden, auf natürliche Weise.
Nun, nachdem wir diese Orte besichtigt hatten, mit unseren Office-Mitarbeiterinnen, genossen wir Momos in Dailekh.
Die vergangene Woche gestaltete sich sehr arbeitsintensiv, mit viel Lesen für die Arbeit und Anpassung des Fragebogens. Leider, Bewegung war nicht viel dabei. Abendspaziergänge, trotz schönem Wetter, gestalteten sich selten.
Ich habe herausgefunden, dass Abendspaziergänge hier eher von Kindern und Männern gemacht werden. Die Frauen seien zu beschäftigt mit kochen. Überhaupt hört man zwischen 18 und 20 h Lokalzeit das Zischen von Dampfkochtöpfen, in denen Daal zubereitet wird, es brutzelt und brät in den Küchen und man hört hauptsächlich viele Kinder draussen. Naja, damit muss ich mich abfinden. Heisst auch, dass ich vom Dorf selbst nicht viel berichten kann.
Es ist ein Strassendorf, durch welches sich eine Hauptstrasse zieht, mal gepflastert, mal weniger. Autos bahnen sich fröhlich hupend einen Weg durch auf der Strasse spielende Kinder und anderen Fussgängern. Mopeds brausen durch und hupen ebenfalls lautstark. Also auch etwas lärmig, wenn auch weniger als Kathmandu.
Die Abende verbringen wir, wenn nicht auf Abendspaziergängen, im Büro, sitzen auf Mudas (kleine Hocker aus Bambus geflochten" und die Frauen schwatzen auf Nepali.
Nun, mit meinen Sprachkenntnissen ist es noch nicht sehr gut bestellt und deshalb höre ich einfach zu.
Abwechslung brachte der Bsuch von 2 Helvetasmitarbeitenden am Montag vor einer Woche und am Samstagmorgen (vorgestern). Vergangenen Montag kam der International Programme Advisor, ein Schweizer, und seine Nachfolgerin, eine Schweizer Britin (Doppelbürgerin) zu uns auf Besuch. Es war eine schöne Begegnung und gekocht wurde dementsprechend.
Vergangenen Samstag hatten wir 2 Leute von Jumla (Distrikt in den high hills Nepals) zu Besuch. Sie luden mich herzlich ein, Jumla einen Besuch abzustatten. In Jumla gibt es Äpfel! Wer weiss, vielleict reicht die Zeit, um nach Jumla zu reisen und die "Jumlabohne", eine lokale Bohnenart, auch noch zu analysieren. Gekostet hatte ich sie bereits einmal, sehr lecker.
Und nun sind wir wieder beim Essen :-). Ja, die Nepalesische Küche lässt sich wirklich sehen. Dieses Wochenende (27., 28. Mai) war ich in Surkhet und besuchte die Familie mit Asmita, meiner Assistentin / Bahini.
Surkhet befindet sich im gleichnahmigen Surkhetvalley, auf dem Grund eines breiten Tales. Das Klima ist wärmer und sehr feucht. Es regnete, als wir ankamen.
Um nach Surket zu kommen, nahmen wir einen "public Bus", ein klappriges Gefährt, welches sehr eng ist und nicht viel Beinfreiheit bietet, zumindest für europäische Verhältnisse. Es ging los, über die altbekannten hokannten, holprigen Strassen, erst im Schritttempo, dann etwas schneller. Auf dem Weg hielten uns Leute an, die "Kaffel", bräunlich rötliche Steinfrüchte, verkauften und ein ander Mal hielt uns eine Horde Kinder an, die Pflaumen verkauften.
"Oh, aaru pokhara", riefen die Kinder, und streckten ihre Hände durch die offenen Busfenster, um uns ihre Früchte (Pflaumen) zu verkaufen. Der Fahrer wurde ungehalten und fuhr langsam weiter.
Wir überquerten die Hügelkette von Guranse (2100 m.ü.m) und kamen runter ins Surkhetvalley.
Hier stärkten wir uns erst mit "Paani Puri". Dies ist eine pastetenartige Malzeit, die mit einer Suppe aus Erbsen und Kartoffeln, abgeschmeckt mit Zitronensaft und Chilli, gegessen wird. Es ist ein etwa mundgrosses Schälchen aus fritiertem Teig, das mit dieser Suppe gefüllt und dann ganz in den Mund gestopft wird. Eine etwas schwierige Angelegenheit, um sich nicht zu beflecken, aber sehr lecker. Zum Nachtisch konnte ich das erste Mal Zuckerrohrsaft probieren! Es ist, wie gesagt, sehr zuckrig und schmeckt etwas nach Pflanzensaft. Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Geschmack, aber lecker.
Danach fuhren Asmita und ich zu ihrem Elternhaus, mit einer Motorriksha. Doch erst holte sie Milch in einer Molkerei. Die Milch wird hier in Plastiktüten abgefüllt, die mit einem Knoten verschlossen sind.
Wir erreichten Asmitas Haus, das in einem wunderschön, mit Blumen und Obstbäumen sowie Gemüsebeeten besetzten Garten liegt. Das Haus ist sehr alt und eine "halsbrecherische Treppe", wäre da nicht ein Geländer, führt zu den Wohnräumen, die an eine Art Balkon grenzen.
Die Einrichtung ist einfach, auf dem Boden liegen Decken und Teppiche. Man zieht die Schuhe aus, bevor man ins Haus geht. Ein Raum diente als Fernseh, Aufenthalts- und Schlafraum.
Asmitas Zimmer war klein und bot einigen Regalen und einem Bett gerade genug Platz. Die Küche befindet sich unten im Garten, ebenso Toilette und ein weiteres Wohnzimmer. Die Küche war warm und gemtlich, Kissen lagen auf dem Boden, gewaschen und Gemüseschneiden fand auf dem Boden statt, gekocht wurde auf einem Gasherd. Es gab zwar einen Tisch, doch an dem hockte ich nicht lange. Ich setzte mich auf den Boden.
Asmitas Mutter nahm mich gastfreundlich auf und servierte uns Milchtee (mit schwarzem Pfeffer, Kardamom und Ingwer sowie Zucker) abgeschmeckt. Danach Geplauder und Ein Spaziergang durch den Garten und raus, eine Eukalyptusallee entlang. Eukalyptusbäume sind riesig!
Weiter gings bei Regierungsgebäuden der Lokalregierung vorbei und an einem Tempel von Durga Matha vorbei. Religiöse Musik wurde in voller Lautstärke gespielt und 2 kleine Kinder tanzten im Spiel im Tempelareal. Wir besuchten den Tempel und gingen danach zurück zum Abendessen.
Den Sonntag verbrachten wir mit Essen (Frühstück) und einer 2-stündigen Wartezeit auf den Bus. Der Bus hier ist nicht unbedingt pünktlich, doch sogar 2 Stunden ist den Nepali zu viel. Unsere dritte Mitreisende, Shilpa, die auch im Office arbeitet und persönlich in Surkhet zu tun hatte, organisierte ein Office-Vehicle von Helvetas, das uns nach Dailekh bringen würde.
Dieses Mal hielten wir in Guranse und tranken wieder Milchtee. Die Milch hier oben ist frisch und sahnig, so etwa, wie Milch von der Alp oder generell frisch gemolkene Milch. Wir kauften auch Jogurt, das auch in einer Plastiktüte abgepackt wurde und einen "local bhale" Hahn, den wir zum Abendessen kochen würden. Das Tier wurde sogleich, frisch, geschlachtet. Naja, etwas gewöhnungsbedürftig, aber immerhin war das Fleisch frisch. Es landete ohnehin in Debu Didis Dampfkochtopf.
So, nun sind wir im "Heute" angelangt. Das erste Pretest-Interview stand an, welches fast 3 Stunden dauerte. Ich erhielt allerdings gute Antworten und freue mich, mit der Datenerhebung beginnen zu können. Leider immernoch keinen Abendspaziergang...
So, ich hör mal auf, zu "motzen".
Schöne Grüsse und bis bald.
Montag, 22. Mai 2017
Landlebeln, Kulturschock und Religiöses
Salut,
Nun, es ist wieder eine Woche vorbei und ich habe eine ganze Menge erlebt, der Titel sagt es schon aus.
Nachdem ich die Hypothesenarbeiten bis am Dienstag, 16. Mai abgeschlossen hatte, hiesses packen, da am 17. mai der Flug nach Nepalgunj, nahe der Indischen Grenze, anstand.
Doch der Dienstagabend im Nanayalachhen Hotel entpuppte sich als ein "international dinner", was mir den Abschied etwas schwer machte. Tabea und ich hatten im Hotel einen Inder und eine Französin kennengelernt. Nun, als ich am angesprochenen Abend zur Rezeption ging, um einen Kaffee zu holen, was ich schlussendlich bleiben liess, traf ich den Inder und die Französin. Auch die Französin fuhr am 17. Mai nach Frankreich zurück. Sie freute sich sehr, war ihr doch das ganze Leben in Nepal "zu staubig und zu laut und das Essen zu würzig". Sie sagte mir, das eben auch eine andere Französin ins Hotel eingezogen sei und dass sie mit ihr zu Abend essen würde, ob ich auch dabei sein wollte. Eine Deutsche Touristin würde sich uns anschliessen, ebenso ein Nepali Guide, der die erste Französin recht lange begleitet hatte.
So bestand unsere internationale Gesellschaft schlussendlich aus einer Schweizerin, einer Deutschen, 2 Französinnen, einem Inder und einem Nepali. Wie schön! Wir hatten einen gemütlichen Abend und eine dementsprechend kurze Nacht, da mich der Wecker um 4:30 Uhr am 17. Mai aus dem Schlaf riss.
Ich frühstückte kurz, trank einen Kaffee und etwas nach 6 Uhr holte mich das Helvetasauto ab und fuhr mit mir zum Flughafen. Auf der Fahrt dorthin holten wir noch einen anderen Helvetasmitarbeitenden ab, der mit mir reisen würde.
Die Flughafenformalitäten gingen relativ rasch und mit der üblichen Nepalesischen Verspätung hoben wir ab und flogen Richtung Westen. Allerdings landeten wir in einem anderen Flughafen, da es in Nepalgunj aufgrund von Unwettern nicht möglich war, zu landen. Wir warteten etwa 30 min im stickigen Flugzeug, Bezingestank drang von aussen hinein. Endlich ging der Flug weiter, rüttelte aber dementsprechend!
Irgendwann mussten wir das Annapurnamassiv gekreuzt haben, denn ich hörte Fotoaparate klicken. Etwas dösig, träumte ich irgendetwas und schreckte auf, als das Flugzeug sich zur Landung neigte und es, eben, kräftig zu schütteln und rütteln begann.
War ich froh, erreichten wir den Boden heil. Dann ging die Rütteltour aber auch schon weiter. Man glaube nicht, dass die Strasseninfrastruktur sehr gut ist. Einige Strassen sind befestigt, aber sehr dürftig. Die Autos müssen eine gute Stossdämpfung haben! Und auch zum Sitzen, nicht besonders angenehm.
Nepalgunj liegt im Terai, im Tiefland Nepals. Es war heiss und eher feucht. Wir fuhren los und nahmen unterwegs nach Surkhet, das etwas in den Hügeln liegt, noch einen anderen Helvetasmitarbeiter und eine Nepalesin mit, welche meine lokale "Cheffin" Shilpa kannte / mit ihr verwandt ist. Die Strasse stieg ziemlich schnell an und wandt sich, wie eine Alpenstrasse, durch ein schönes Waldgebiet (Bardiya National Park), wie sie mir im Auto erklärten, den Hügel hinauf.
Die erste Hügelkette war überwunden, es folgte eine Zweite und nach etwa 4 stündiger Fahrt erreichten wir Surkhet. Dort gibt es auch ein Helvetasbüro, in welchem unsere 2 Helvetasmitarbeitenden tätig sind.
Wir wurden mit Daal Bhaat Tarkari (Daal mit Reis und Gemüse) bewirtet. Dann ging die Fahrt weiter, wobei wir meine Assistentin auch abholten, die von Surkhet ist.
So fuhren wir, 2 Nepalesinnen, ich und der Fahrer) weiter die Hügel in Richtung Dailekh hinauf. Es wurde fröhlich geplaudert, auf Nepali, wovon ich nicht einen Viertel mitkriegte und etwas auf Englisch, wenn ich mich am Gespräch beteiligte.
In Guranse (siehe Guranse Tea), heilten wir. Das Dorf bestand aus kleinen "Cottages", die mich etwas an Alphütten in der Schweiz erinnerten. Wir rasteten in einer solchen Hütte / einem solchen Haus und tranken süssen Milchtee und Selrotti (ein ringförmiges Gebäck aus Ghee =Butter, Reismehl und Wasser, fritiert).
Danach ging die Fahrt weiter, durch bewaldetes Hügelland, der Abenddämmerung entgegen, über kleinere Wasserläufe, durch Dörfer, wo Kühe und Ziegen auf dem Fahrweg frei herum spazierten und weiter den Hügel hinauf und die Hügel hinab.
Endlich, um 19 Uhr erreichten wir Dailekh. Völlig "gerädert", stiegen wir aus dem Fahrzeug aus und wurden von der dortigen Helvetas-Crew herzlich in Empfang genommen.
Shilpa, Ji, Padma Sir und Bina Ji sowie Debhu Didi bewohnen das Helvetas Office. Hier essen wir alle zusammen und arbeiten.
Wohen tun wir in Räumen, welche sich übers Dorf verteilen.
Der nächste Tag war Arbeit an meinen Fragebögen. Das Essen ist sehr gut hier, einfach, aber reichhaltig. Unser Zimmer (ich wohne mit Asmita Bahini, meiner Asistentin), besitzt 2 Betten, einen Stuhl, eine angeschlossene Toilette (asiatischer Art) und einige Nägel an der Wand, die Asmita eingeschlagen hatte. Ansonsten ist das Zimmer leer, aber sauber und wohnlich.
Neben all diesen Eindrücken, habe ich noch vergessen, das Dorf zu beschreiben. Es ist ein Strassendorf, links und rechts ziehen sich Häuserreihen entlang, es gibt kleine Läden, die von Obst und Gemüse, über Apotheken und Schneider alles beherbergen. Die Lebensweise ist einfach, man wäscht draussen unter einem Schlauch ab und hängt auch die Wäshce draussen auf. Das Klima ist warm, aber trockener als in Kathmandu. Englisch können hier nicht mehr viele, ein Ansporn mehr, Nepali besser zu lernen.
Das Dorf bettet sich in die hügelige Landschaft Nepals ein und am Morgen früh sieht man den Nebel, der sich an die Berghänge "drückt" und langsam der höhersteigenden Sonne weicht.
Die Strassen sind grösstenteils unbefestigt, was bedeutet, dass es ganz schön matschig wird, wenn es mal regnet, was es bereits schon getan hat.
Und nun fragt man sich vielleicht, weshalb Kultuschock? naja, ich hatte das Gefühl, etwa 50 Jahre in der Zeit zurückgewandert zu sein und das noch verbunden mit etwas Heimwehgefühlen, machte es die ersten Tage nicht einfach, sich einzuleben. Auch aus diesem Grund nicht, weilman als Gast "nichts" machen darf. Eigentlich, helfen kann ich in der Küche nicht, auskennen tue ich mich im Dorf nicht und so bleibt nicht viel zu tun, als an meiner Arbeit zu arbeiten und versuchen, die neue Situation zu akzeptieren.
Hier möchte ich nicht ausführlicher werden, sonst wird es zu emotional.
Das vergangene Wochenende allerdings, führte mich etwas näher ans religiöse Leben der Nepali:
In Dailekh gibt es einen Tempel, der sich auf einem Hügel über dem Dorf erhebt. Samstags, 20. mai) brachen wir Frauen dorthin auf und besuchten in. Am Sonntag besuchten wir Sristan und Navistan, ebenfalls 2 sehr berühmte Tempel. Alle 3 sehr schöne Orte! Teils von Mangobäumen, teils von Bananenbäumen beschattet, an Flussläufen gelegen.
So, das wars für den Moment.
work and experiences in Nepal: 2te Woche in Kathmandu / Einleben
work and experiences in Nepal: 2te Woche in Kathmandu / Einleben: Namasté, ich melde mich wieder. Nachdem das erste Wochenende eher einsam war, ich verbrachte dieses meistens im Hotelzimmer und ging nur zu...
Sonntag, 14. Mai 2017
2te Woche in Kathmandu / Einleben
Namasté, ich melde mich wieder.
Nachdem das erste Wochenende eher einsam war, ich verbrachte dieses meistens im Hotelzimmer und ging nur zum Essen in den Speisesaal, musste ich lernen, mit dieser neuen Situation zurechtzukommen. In der Schweiz war / bin ich es mir ja gewohnt, einfach irgendwo einen Zug zu nehmen und sehr unabhängig zu reisen. Dem ist hier nicht so. Wohin, wenn ich weder Gegend noch Leute kenne?
Naja, dies die Lektion des ersten, vergangenen Wochenendes. Glücklicherweise hatte ich den Mut, 2 Deutsche Touristen anzusprechen, die eben vom Everest-Trek zurückgekommen waren. Ja mei, waren das spannende Geschichten! Die Lodges dort bestehen nur aus Spanholzplatten und bei -15 Grad C wird nur abends um 5 ein Feuer, bestehend aus Yak-Dung angezündet. Also ganz schön ungemütlich. Die Luft sei aber glasklar gewesen, jedenfalls am Morgen. Nachmittags habe es sich allerdings bewölkt und es habe geschneit. Soviel zu Himalayageschichten.
Zurück in Kathmandu:
Die Woche begann wieder, ich wurde vom Office-Vehicle abgeholt, ins Büro chauffiert und abends wieder zurück. Am vergangenen Montagabend traf ich dann eine Nepalesin, die Freundin von Sristi, einer nepalesischen Tänzerin, die in London ihren Master in Dance anthropology macht und die ich über das Buch "Die Traumwerkstatt von Kerala" von Sabriye Tenberken kontaktiert hatte. In diesem Buch waren alle Websites und ihre Gründer aufgeführt. Nun, Kovita und ich gingen einen Tee trinken. Wir gingen vom Greenwichhotel die Strasse entlang und landeten schlussendlich in einem schummrigen, leeren Strassenlokal, welches von einem Nepalesen geführt wurde.
Durch einen schmalen Eingang betraten wir diesen Raum, der von 1 oder 2-3 Tischreihen besetzt war. Wir setzten uns an die zweite Tischreihe und bestellten Chiya =Tee. Rechts von uns befand sich eine kleine Kochstelle, auf der der Wirt Fleisch und oder Gemüse zubereitete und das Ganze brutzelnd in einer Pfanne schmorte, als ein dritter Gast eintrat.
Der Tee wurde uns in 2 verbeulten Blechtassen serviert. Ich nippte etwas misstrauisch daran, doch, es war Tee, und er war heiss:-). Stark gezuckert!
Kovita und ich sprachen über Sristis Organisation (blindrocks) und sie erzählte etwas von sich. Als wir unseren Tee fertig getrunken hatten, verliessen wir die Gaststätte und Kovita begleitete mich zum Hotel zurück.
Der Dienstag ist nur deshalb zu erwähnen, weil es mein letzter Tag im Greenwichhotel sein würde und weil das Daal am Abend, aus Linsen, sehr lecker gewürzt war, mit frischem Koreander und Ingwer. Also, man bekommt dieses Nationalgericht wirklich gern:-).
Mittwochs hiess es dann packen. Ich zog in ein anderes Hotel (Nana Yala Chhen) näher beim Helvetasbüro um. Das Hotel ist von einem einfacheren Standard, die Betten sind allerdings sauber und das Personal freundlich. Es ist ein eher westlich orientiertes Hotel, da es Kaffee (richtigen Kaffee aus einer Maschine, nicht vollautomatisch) gibt und Pancakes / English Breakfast / und Müesli zum Frühstück im Angebot hat.
Ich entschied mich für Pancakes. Allerdings kommen die jeden Morgen etwas anders raus. Mal sind es Omeletten (wie wir sie in der Schweiz kennen), mal erinnern sie an wirkliche Pancakes:-). Und, um 8 Uhr Frühstück ist für die Nepali zu früh. Halb Neun ist gerade perfekt.
Glücklicherweise kam Tabea aus Okhaldunga zurück und nun wohnen wir zusammen im nanayalachhen. Zu Fuss sind es nur 10 min zum Büro, doch, ich habe aufgegeben, mir einen Weg merken zu wollen. Das Verkehrschaos ist nunglaublich! Auch kann man nicht an immer demselben Ort die Strasse überqueren, was die Orientierung erschwert.
Wir wohnen aber im historischen Viertel Patan, an der Patan Dhoka (Tor). Hier haben wir die Möglichkeit, zu Abend in einem dieser vielen kleinen Strassenrestaurants zu essen. Man halte sich aber bitte an sehr bevölkerte Lokale! Das heisst, dass das Essen einen "hohen Umschlag hat", d.h. sicher nicht lange rumliegt. Momos und fried Rice bekommt man überall, aber eben, die Leute geben den Ausschlag. Kosten: 70 Rappen für Momos und 80 Rappen für fried Rice. Also zum schreien, wie günstig (für Schweizer Verhältnisse). Für Nepali grad OK.
Etwas abseits der Strasse mit den Restaurants / Kaffees, liegt ein Wohnviertel, in welchem auch einige Tempel (budhistisch) zu finden sind. Einer davon ist wegen des Erdbebens in Trümmer und es liegen haufenweise Ziegelsteine herum, die darauf warten, wieder ins Tempelmauerwerk eingefügt zu werden. Abseits dieser Strasse, in diesem Wohnviertel, gibt es keine Touristen und man riecht auch etwas den Abwassergestank, der an unserer Strasse durch die Gerüche aus den Küchen, denke ich, überdeckt wird.
morgensfrüh riecht es bereits nach gedünstetem Gemüse und gebratenen Gewürzen. Dazu veranstalten die Vögel einen grossen Lärm, und das bereits morgens um 5. Schlafen geht trotzdem.
Ansonsten habe ich viel an meinen Hypothesen "gebastelt".
Das Nomadenleben wird auch bald weitergehen, am 17. mai reise ich in meine "Field Aea" Dailekh. Bis dahin und danach wird es sicherlich auch viel zu erzählen geben. Halte euch auf dem Laufenden.
Alles Gute.
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Samstag, 6. Mai 2017
Ankunft in Kathmandu
Namaste,
Werde den Blog auf Deutsch führen.
Erstmal zur Reise: am 2. Mai sind meine Freundin Tabea und ich wohlbehalten in Kathmandu, 1400 m.ü.m, gelandet. Das Wetter war warmund ist es auch heute noch.
Bezug des Hotels und etwas kleines zum Abendessen, nach fast 20 Stunden Reisen von Zürich! Der Flug über Dubai ist nicht zu empfehlen, lange Wartezeit und über 3 h Flug nach Kathmandu ohne Essen inbegriffen. Naja, lassen wir das.
Am nächsten Morgen wurden wir von den Helvetas-Fahrern abgeholt und zum Büro chauffiert. Ja, hier funktioniert vieles über Taxis und "Chauffeurs". Herzliches Willkommenheissen im Team und gemeinsames Mittagessen bzw. Vorstellungsrunde im Team.
Des Abends liessen Tabea und ich es uns nicht nehmen, noch dem historischen Viertel Patan einen Besuch abzustatten.
Willkommen in Kathmandu! Verkehr, Leute auf beiden Strassenseiten, schienbeinhohe Trottoirränder, Stromkabel auf dem Gehsteig ausgerollt, Gerüche nach Räucherstäbchen, Benzin, Gebackenem / Gekochtem, Nepali, Tempelglocken, Gebetsgemurrmel, Tempeltrommeln. Dies nur einige der Eindrücke.
Die Seitenstrassen sind nicht befestigt. Man stelle sich den Boden einer alten Burg vor, ohne Pflastersteine, Staubig und uneben. An den Strassenrändern werden von Schuhen (traditionellen und modernen) über farbenfrohe nepalesische Kleidung bis zu Eiscreme und Goldschmiedearbeiten so ziemlich alles angeboten. Es ist aber überhaupt nicht hektisch, doch geschäftig.
An den Häusern sehen wir auch Stützbalken, die die Häuser seit dem Erdbeben stützen. Sie sind aber so fragil an die Hauswände gelehnt, dass man den Eindruck hat, sie würden im nächsten Augenblick zusammenbrechen. Glücklicherweise nicht.
Nun bin ich alleine, Tabea ist nach Okhaldunga abgereist. Meine Abreise wird sich bis zum 16. Mai verzögern. Danach werde ich nach Dailek reisen (Westnepal).
Übrigens: Das Essen im Hotel Greenwich Village in Kathmandu ist gut, die Bedienung zuvorkommend, manchmal etwas zu zuvorkommend. Viel läuft "leider" über Augenkontakt und Gesten, was teilweise schwierig ist / war, v.a. am ersten Tag, an dem wir unser Geld in der Bank wechselten. Zum Glück war Tabea dabei und "übersetzte" mir, was kommuniziert wurde. Nun ja, wird sich schon ergeben. Immerhin reden nun die Angestellten mit mir. Die Taxifahrer allerdings noch nicht wirklich.
Und zum Schluss noch etwas Kulturelles:
Vielerorts gibt es Hausangestellte oder Köchinnen in den Büros oder in den Hotels sowieso. Diese Frauen werden "Didi" genannt =grosse Schwester, wenn sie älter sind als ich, was meistens der Fall ist.
Wenn du den Namen einer männlichen Person nicht kennst, sprichst du sie mit "Dai" =älterer Bruder oder "bhai" =jüngerer Bruder an.
Als Touristin werde ich oft als "Mam" oder "Madame" angesprochen, hui, welch eine Ehre...
Melde mich in den nächsten Tagen.
Namaste.
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