Sonntag, 23. Juli 2017
Die Reise auf der Spur der Sojabohnen und der Linsen geht weiter
Liebe Leserinnen
Ich hab mich wegen vielem Unterwegssein und viel Erlebtem in letzter Zeit nicht gemeldet, maf garnu hola.
Woche vom 4. Juli bis zum 10 Juli
Aufbruch von Dailekh. Wir hatten die Farmerinterviews im Distrikt Dailekh beendet und wandten uns nun den Händlern und Verarbeitern von Sojabohnen zu. Dies hiess, dass wir in südlicher Richtung nach Surkhet aufbrachen.
Surkhet ist ein weiterer Distrikt, der vor allem als Umschlagplatz von Waren zwischen Hügel und Tarai dient. Asmita und ich verbrachten eine Woche in Surkhet, um mit Händlern von Sojabohnen Interviews zu machen.
Bevor wir jedoch am 4. Juli von Dailekh aufbrachen, galt es, sämtliche Interviewpapers auszudrucken, die richtige Anzahl zu berechnen und sicherzustellen, das ja die richtige Version der Interviews auf Papier gedruckt wurde. Leider unterliefen da einige Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Sei das Kommunikationswegen oder irgendwie, ich weiss nicht, wie dieser Fehler unterlaufen ist. Naja, dazu später noch mehr.
Wir brachen also mit Sack und Pack nach Surkhet auf und erkundigten uns auf dem Weg in Godabas und Taal Pokhari, 2 Orten, wo die Bauern Sojabohnen hinliefern, sowie in Chupra nach Händlern von Sojabohnen in Surkhet. Die Händler in Dailekh, die wir fragten, werden auch als "Collectors" bezeichnet.
Wir erhielten einige Adressen und fuhren weiter.
In Guranse hielten wir, wie üblich, für unseren nun bekannten duthko chiya (Milchtee). Danach kamen wir hungrig in Asmitas Haus an, wo ihre Mutter bereits mit dem Mittagessen auf uns wartete.
Der Nachmittag und die ganze Woche gestalteten sich eher von der gemütlichen Seite. Dies, weil wir nicht viele Interviews pro Tag machten, nur 1 oder 2, und des Weiteren deswegen, weil Asmita auch etwas Pause brauchte / forderte.
Nun gut, das gönnte mir auch eine Pause. Hiess aber auch, etwas Bewegungsmangel in Kauf nehmen. Doch den konnte ich mittlerweile gut ausgleichen, indem ich morgens halt etwas früher aufstand und unsere Yogaübungen auf kleinstem Raum praktizierte, die wir zusammen im Office in Dailekh jeweils machten.
Das Essen war immer hervorragend und ich kam in den Genuss Schwämme (Patteaula) zu kosten. Es sind pilzförmige Dinger, die im Sclamm im Wald wachsen. Das Deutsche Wort kommt mir nur als "Schwämme), laut der botanischen Bezeichnung, in den Sinn.
Zudem erfuhr ich das erste Mal die Einschränkungen eines Mädchens / einer Frau, wenn sie in ihrer "unreinen Phase" ist, bzw. ihre Tage hat. Da ich mit Asmita im selben Zimmer schlief, wurde auch ich als "unberührbar" angesehen und wir durften die ersten 3 Tage nicht in die Küche und nicht ins Wohnzimmer, da dort der Altar des Hauses steht. Glücklicherweise gibt es ein Ritual "sunpaani", welches eine Frau, die nicht in ihrer "unreinen Phase ist" vom "Unberührbarsein" befreit. D.h. nach dem Sunpaani durfte ich in die Küche gehen und dort essen. Asmita musste an der Küchentüre sitzenbleiben, ihr Geschirr selbst abwaschen und wir bekamen auch nicht sehr schönes Geschirr, da wir ja nicht ganz rein waren. Zudem wird das ganze Bett gewechselt, d.h. Mattraze und Decken werden aus dem Zimmer entfernt. Eigentlich hätten wir sogar auf dem Boden schlafen müssen, doch die Enge des Zimmers und Insekten verhinderten dies.
Nun, eine sehr interessante Erfahrung. Am 5. Tag war dann alles wieder normal.
Nach Händlerinterviews und einer gemütlichen Woche ging es am 10. Juli nach Nepalgunj, südlich von Surkhet.
Woche vom 10. Juli bis 18. Juli:
Wir brachen an einem regnerischen Morgen um 6 Uhr früh nach Nepalgunj auf, doch erst gab es eine Tasse Tee.
Als wir in Richtung Tarai fuhren, durch einen Wald hindurch, der zum Bardiya Nationalpark gehört, wurde das Wetter immer warmer und feuchter. In Nepalgunj regnete es in Strömen.
Wir quartierten uns in einem Hotel ein, welches von unserer Adminassistentin in Dailekh arrangiert worden war (Kalpatru). Ein sehr nobles Hotel, nach dem einfachen Landleben, AC im Zimmer und westliche Toiletten.
Es war sehr feucht und heiss, was mein Laptop nicht sehr gern mochte. Er entschied sich, nicht aufstarten zu wollen. Oh schreck! Ich hatte meinen zweiten Ersatzlaptop in Surkhet gelassen. Was tun? Einige Telefone hin und her und der Laptop würde sich am 11. Juli auf dem Weg nach Nepalgunj befinden. Problem solved.
Im Hotel trafen wir auch den Mitarbeiter von Helvetas, der uns diese Woche im Banke Distrikt begleiten sollte. Wir besprachen die Anzahl Interviews mit Händlern, Farmern und Verarbeitern und danach gingen wir Mittagessen. Es gab Daalbhaat, jedoch recht ölig und nicht wirkich gut. Danach verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag im Hotel, wo ich mich eben um das erwähnte Laptopproblem kümmerte un so ging der Nachmittag sehr schnell vorbei.
Am Abend trafen wir unseren Begleiter wieder. Er hatte gute Neuigkeiten für den nächsten Tag. Wir würden Interviews mit Verarbeitern und einem Bauern, sowie mit Händlern machen, grossartig!
Wir gingen zum Abendessen aus, da das Hotel von den Preisen her zu teuer war. Im Restaurant Sidharth bestellten Asmita und ich Momos mit Ziegenfleischfüllung, unser Begleiter und der Fahrer RoTi mit tarkari und daal. Die Momos waren leider nicht sehr lecker, das Fleisch zäh und das Ajar nicht sehr schmackhaft. Da hatten die Männer mit Roti eher Glück.
Als wir ins Hotel zurückkehrten, sprach uns die Rezeptionistin an. Eine Person wünsche mich und Asmita zu sprechen. Es sei ein Theaterautor, der in diesem Hotel einen Theaterworkshop gebe.
Aha, Theaterworkshop! Bereits am Nachmittag hatten Asmita und ich etwas komische Geräusche wie "uuu und aaah" gehört und uns gefragt, was denn los sei. Ich hatte die Vermutung, es klinge nach Theatersprechübungen, doch sicher war ich nicht. Somit hatte ich die Bestätigung.
Wir setzten uns also mit Hari, unserem Begleiter in die Hotellobby und warteten. Ich war neurierig, was für ein Mensch das wohl sein könnte.
Ein Mann kam durch die Halle auf uns zu und grüsste uns mit einem verhaltenen "Namasté". Er setzte sich zwischen Hari und mich und beann erst auf Nepali zu sprechen. Dann wechselte er auf Englisch. Hari stellte sich und den Grund, weshalb wir hier waren vor. Der Theaterautor stellte sich nun seinerseits vor. Sein Name ist Yubaraj Ghimire.
Die Konversation nahm plötzlich eine sehr herzliche Wendung und die anfängliche Spannung war verflogen. Er erzählte uns, dass er Theaterautor sei und Geschichten von reisenden Leuten sammle und deren Erfahrungen in seine Theaterstücke einfliessen lasse.
Danach fragte er mich, wer ich sei, woher ich käme, was ich in Nepal mache, wie ich auf Nepal gekommen sei und wie ich die ganze Kultur, die Umwelt und die Menschen als nichtsehende Person bis jetzt erlebt hatte. Naja, eine lange Geschichte, die ich hier nicht wiedergeben werde.
Er sass neben mir, mit Notizbuch und Stift und notierte sich fleissig. Auch Asmita beteiligte sich lebhaft am Gespräch und es wurde mehr ein sich-austauschen und Kennenlernen, denn eine Art Interview. Wir gingen eine Stunde später auseinander, als gute Freunde und mit der Einladung, an seinem Workshop am Morgen in der exercise class teilzunehmen und so oft reinzuschauen, wie wir wollten.
Ja mei, das war ja vielleicht eine Begegnung. Ein sehr interessanter und weitdenkender Mensch. Wer mehr wissen will, der kann auf
www.shilpee.org
mehr erfahren.
Am folgenden Tag begannen die Interviews, bei über 30 Grad C +und Feuchtigkeit! Es war anstrengend, doch sehr informativ. Die Leute, die wir interviewten waren von verschiedenen sozialen Hintergründen, von Indischen Einwanderern, Madeshi genannt, bis zu einheimischen Taraibewohnern, die zur Minderheit der Tharuvolksgruppe gehören. Die Hügelbewohner haben sehr grosse Vorurteile den Madeshi gegenüber. Sie werden als unhöflich und grob bezeichnet. Unhöflich habe ich sie nicht erlebt, doch sehr direkt und etwas unruhiger als die Hügelbewohner, nicht so gemütliche Leute wie in den Hügeln. Es war natürlich auch wieder Reispflanzzeit und die Farmer waren sehr beschäftigt. Wir schafften es jedoch, die benötigte Anzahl von Interviews zusammenzukriegen. Hari half kräftig mit und so ging das Ganze ziemlich flott voran.
Interviews mit Händlern und 2 bis 6 Verarbeitern wechselten sich mit Farmerinterviews ab. Einmal waren wir bei einem Händler, der die Linsen einfach in einem Schopf gelagert hatte. Ein riesen Berg von Linsen lag auf dem Boden, Staub und Insekten völlig ausgesetzt. Naja, dachte ich mir, nicht sehr hygienisch. Anyway.
Ein weiteres Abenteuer erwartete uns, als wir in ein recht abgelegenes Bauerndorf fuhren. Es hatte in der Nacht in den Hügeln geregnet und wir mussten durch sandiges Schwemmland in dieses Dorf gelangen. Ein gut ausgebauter National Highway brachte uns relativ zügig von Nepalgunj gegen Osten. Irgendwann zweigten wir rechts ab und überquerten auf einer grossen Brücke den Rapti River. Danach lag weites, flaches sandiges Schwemmland vor uns. Reisfelder, teils bepflanzt, teils noch nicht, lagen da. Wir näherten uns einem Wasserlauf, der wegen des nächtlichen Regens einen höheren Wasserspiegel hatte, als üblicherweise. Der Fahrer fuhr vorsichtig an und es ging durch den Fluss, bessergesagt, bis in die Mitte. Kein Vorwärtskommen und Rückwärtskommen mehr, das Wasser stand bis fast zum Wageneinstieg hoch. Was tun?
Glücklicherweise gibt's im Tarai viele Traktoren! Ein Traktor war nach etwa einer Stunde organisiert, der uns herauszog. Asmita und ich nutzten die Gelegenheit, einen kleinen Ausflug durch den Fluss (meist Brackiges Lehmwasser) und auf das sandige Schwemmland zu machen. Die Mittagssonne brannte heiss, doch das ist hier üblich.
Schlussendlich ging die Fahrt weiter und wir erreichten das Dorf Rapti Sunari am frühen Nachmittag.
übringens gibt's in Nepalgunj sehr gute Momos im "Hamro Momo" Shop. Und auch eine Bäckerei war zu finden!
Es war eine sehr gute Woche, voll von Interviews, schönen Begegnungen mit einem Theatermenschen, einem sehr freundlichen Schuhverkäufer, der mich zu einem Lied auf Nepali aufforderte, Begegnungen mit den Tharumenschen, schweigsamen und eher gesprächigen Bauern, dem grössten Soja- und Linsenverarbeiter von Nepal, der die Firma Bühler in Uzwil kennt und einer Fahrt mit einer Veloriksha.
Die Woche endete mit einem letzten gemeinsamen Abendessen mit Yubaraj Dai und einer Kurzeschichte von ihm, die ich später erählen werde.
Und noch wegen dem anfänglich erwähnten Fehler: Ja, beim Führen der Fokusgruppendiskussion erfuhr ich, dass nicht die richtigen Papers ausgedruckt worden waren, obwohl ich mich ettliche Male versicher hat hatte. Nun denn, irgendwie konnte die Diskussion zu Ende geführt werden. Allerdings war ich etwas enttäuscht. Hatte ich doch Asmita gebeten, die ausgedruckten Dokumente nochmals kurz durchzugehen, als wir in Dailekh waren. Nun, solche Fehler können unterlaufen, sind allerdings aber doch ärgerlich.
Montag, 3. Juli 2017
Allerlei Erlebnisse - von Kulinarik bis Management
Na, dieser Titel lässt ja einiges an Erlebnissen erwarten. Und, in der Tat war letzte Woche vieles los.
Kulinarisches:
Die letzte Woche war deshalb besonders, da es allerlei Leckereien aus der nepalesischen Küche gab, mit dem Resultat einer Magenverstimmung meinerseits das vergangene Wochenende! Aber, nicht so schlimm, habe mich wieder erholt.
Der Trick war: Viel trinken, Fencheltee (von der Schweiz mitgenommen, zum Glück) und Jhaalo (oder so ähnlich), ein Brei aus Mungbohnen, Reis, Kartoffeln und etwas Spinatähnlichen Blättern. Dieser Brei ist sehr leicht verdaulich und hat wirklich geholfen.
Begonnen hat die vergangene Woche aber mit gebratenem Huhn am Sonntag, 24. Juni. Danach, am Dienstag, 26. Juni, gab es Suppenhuhn (local bhaale =Hahn). Das ging so vor sich:
Am 26. Juni fuhren Asmita und ich nach Rittha, wo wir die erste Interviewsession gemacht hatten, um ein Follow-up (Fragen, die später erst auftauchen) durchzuführen. Leider waren die Frauen, die wir gesucht hätten, grösstenteils nicht anwesend. So mussten wir uns mit deren 3 begnügen. Dann hatten wir vom Office den Auftrag erhalten, Bhaale mitzubringen.
Unser erster Interviewpartner liess es sich nicht nehmen, uns zu begleiten und bei verschiedenen Häusern, die lokale Hühner hielten, nachzufragen, ob sie uns einen local bhaale verkaufen würden. Und wir wurden auch schnell fündig. Die Frau, die er angesprochen hatte, suchte uns einen jungen Hahn aus. Lokale Bhaale sind rot-schwarz gefiedert und haben einen roten Kamm.
Der Bhaale wurde mit viel Zureden gefangen und von unserem Fahrer ins Auto getragen. Dort hockte er, gackerte ab und zu, verhielt sich aber ruhig.
Wir beendeten unser Follow-up und kehrten hungrig nach Dailekh zurück.
Des Abends, gegen 17 Uhr, der Bhaale hockte mitlerweile in einer Kiste und hatte die Füsse zusammengebunden, nahm unsere Köchen den Hahn zu sich, ein grosses Messer neben sich. Wir "verabschiedeten" uns vom Hahn und nach einem Schlag auf den Kopf, der den Bhaale bewusstlos machte, ging alles ganz schnell. Danach folgte überbrühen, rupfen, ausnehmen, zerteilen etc.
Ja, schon etwas komisch, das Suppenhuhn lebendig gesehen zu haben. Es verschafft aber einem einen anderen Zugang zum Fleisch-Essen, so hatte ich zumindest den Eindruck.
Am Mittwoch gab es Ziegenfleisch, ebenfalls in einer Suppe gekocht. Die Ziege war aber bereits vorher geschlachtet worden.
Gekrönt wurde diese Woche von der kulinarischen Seite her mit Ghee-reis. Reis, der gekocht und in Ghee (eine Art Butter) gebraten wird, mit Kümmel, Zwiebeln etc. Naja, das war aber zu fettig, mein Magen freute es gar nicht.
Nach einer nicht sehr schlafreichen Nacht schien sich das Ganze wieder etwas beruhigt zu haben.
Wanderung in den Midhills Nepals!
Am Freitag, 30. Juni fuhren Asmita und ich wiederum los, diesmal nach Aturali, wo wir ebenfalls ein folow-up derselben Fokusgruppendiskussion machen sollten, die wir in Rittha durchgeführt hatten.
Die Nacht zuvor hatte es aber heftig geregnet und wir wussten nicht, ob wir bis Aturali durchkommen würden, da die Strassen in immer schlechterem Zustand waren und von Erdrutschen bedroht wurden.
Nun, um 6 Uhr morgens ging die Fahrt bei sonnigem Wetter los. Wir kamen bis knapp nach Aturali. Die Strasse wurde vor einem kleinen Erdrutsch nicht mehr passierbar. Unser Fahrer hatte aber grossartiges geleistet! Alle Achtung, hier ist ein Fahrzeug lenken wirklich eine Kunst.
Wir stiegen aus und hatten nur einige Kekse gefrühstückt. Egal, das Wandern ging los!
Zu Fuss kamen wir gut voran, auch wenn Asmita sich das Gehen in solchem Gelände überhaupt nicht gewohnt ist. Wir stiegen die Strasse hinauf (den Schotterweg bessergesagt), zwischen Maisfeldern hindurch. Zwischen den Maispflanzen wird ladyfingers (Okra), Kürbis, Gurken und Sojabohnen am Rande angepflanzt. Die Strasse wandt sich serpentinenförmig den Hang hinauf, die Grillen veranstalteten ihr Morgenkonzert und ein Specht, der anders klingt als in der Schweiz, begleiteten unseren "Spaziergang / unsere kleine Wanderung).
Es war 7:30 Uhr, doch bereits sehr drückend und schwühl. Mir war es egal, ich freute mich zu sehr, wiedermal in solchem Gelände unterwegs zu sein:-).
Nach einem abenteuerlichen Aufstieg zwischen Maisfeldern hindurch, schlipfrige Erdstufen hinauf, erreichten wir das Bauernhaus, bei welchem wir die Woche zuvor so gastfreundlich empfangen worden waren. Allerdings war hier niemand zu sehen. Der Farmer hatte am Telefon, so Asmita, sehr unhöflich geklungen und nicht sehr erfreut, versprach aber, da zu sein.
Er war nicht da und jetzt? Wir stiegen ein Stück weit den Weg hinunter, den wir gekommen waren, und fanden einen anderen Farmer, den wir interviewt hatten. Er musste, wohl oder übel, als Repräsentant des ganzen Dorfes hinhalten, da alle anderen bei der Reispflanzung waren.
Nach 30 min hatten wir auch diese Interviewserie volendet und nun sind die Interviews in Dailekh abgeschlossen!
Gemeinsam mit zwei anderen Nepalesen (einer Frau und einem Mann), machten wir uns auf den Rückweg. Der eine Nepalese, der uns begleitete, fanden wir heraus, kommt aus Humla, einer Region im Nordwesten Nepals, an Tibet grenzend.
Wer übrigens mal was über ein spannendes Schulprojekt in Humla lesen will, dem empfehle ich auf:
www.headnepal.org
nachzuforschen :-)
Wir erreichten unser Auto und fuhren hungrig nach Dailekh zurück. Auf der Fahrt erhielt ich ein Telefonat von unserem Koordinator in Banke, der unsere Arbeit dort begleiten wird.
Planänderung in Kürze:
Es war geplant, am 5. Juli nach Banke zu fahren, um mit den Interviews mit den Linsen-Farmern zu beginnen. Unser Field Begleiter kann allerdings erst am 10. Juli. Ich hatte keine Lust, eine weitere Woche in Dailekh zu vertrödeln und entschied kurzerhand, die Trader Interviews in Surkhet vorzuverschieben.
Nun werden wir morgen nach Surkhet aufbrechen, in Asmitas Haus übernachten, bis am Sonntag, 10. Juli, und in der Zwischenzeit die Trader Interviews durchführen.
"Hihi, toll!", dachte ich, während wir über den Highway nach Dailekh zurückfuhren. Was haben wir mal in der WMS gelernt?
Ein Manager plant, führt durch und kontrolliert das Ergebnis danach. Steht auch so im Thommen (Wirtschaftsbuch in der HAFL). Nun, geplant hatte ich, durchgeführt hatte ich und im Rückblick musste bei der Kontrolle des Zeitplans eine Anpassung gemacht werden. Das ist doch herrlich, wenn man gebüffelte Theorie mal in der Praxis anwenden kann.
Nun, soviel zur letzten Woche. Gesund bin ich nun wieder:-)
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